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Empfehlenswert, wenn es um Afrika geht:
Ethnologisches Museum:
Mit 500.000 Objekten aus allen Erdteilen und großen Beständen an
Tonaufnahmen, Fotodokumenten sowie Filmen gehört das Ethnologische Museum zu
den größten und bedeutendsten seiner Art. Es sammelt, bewahrt und erforscht
vor allem die materiellen Kulturzeugnisse vorindustrieller Gesellschaften,
überwiegend aus den außereuropäischen Gebieten.
"Kunst
aus Afrika" im Ethnologischen Museum
Das Ethnologische Museum präsentiert
seit dem 27. August 2005 seine neue Dauerausstellung "Kunst aus Afrika": Die
Meisterwerke waren bereits 2003/2004 in der mit zwei Kunstpreisen
ausgezeichneten Ausstellung "Kunst in Afrika - Arte da Afrika" in Brasilien
zu sehen, wo sie mehr als eine Million Besucher anzogen. Das Konzept, die
Gliederung und die Präsentation der Ausstellung heben die Bedeutung der
Kunst dieses Kontinentes als zentralem Bestandteil der verschiedenen
Kulturen Afrikas hervor. Gegliedert ist sie in vier große Bereiche: eine
Einführung in Aspekte der Kunstgeschichte Afrikas, figurale Plastik,
Performance und Design.
Die neue Dauerausstellung zeigt, dass Kunst aus Afrika über eine eigene
kunsthistorische Entwicklung verfügt, die von der westlichen Welt lange Zeit
nicht verstanden und anerkannt wurde. Stattdessen wurde die Kunst Afrikas
als primitiv betrachtet - ein Stigma, das auf der Ideologie der Kolonialzeit
basiert. Darüber hinaus macht die Ausstellung deutlich, dass Kunst aus
Afrika neben ihrer religiösen Bedeutung eine Vielzahl anderer Funktionen im
Zusammenhang afrikanischer Gesellschaften hatte.
"Afrika
in Berlin" im Ethnologischen Museum (seit 04.09.2009)
Vier Jahre nach der Eröffnung der
international beachteten Ausstellung "Kunst aus Afrika" zeigt das
Ethnologische Museum jetzt vier neue Ausstellungsbereiche: "Das Königreich
Benin" und "Bamum. Tradition und Innovation im Kameruner Grasland" geben
Einblicke in die Geschichte Afrikas am Beispiel zweier bedeutender Teile der
Afrika-Sammlung; der Raum "Zeitgenössische Kunst aus Afrika" zeigt einige
wichtige Neuerwerbungen. Im Zentrum des Themas "Afrika in Berlin" steht eine
ijele-Maske, die von einem nigerianischen Künstler für die Igbo-Community in
Berlin hergestellt wurde.
Diese vier neuen Themen der Afrika-Ausstellung stehen auch im Zusammenhang
mit den konzeptionellen Überlegungen zur Präsentation Afrikas im
Humboldt-Forum: Die historischen Sammlungen aus Afrika sollen aus der Enge
einer ethnographischen Betrachtung befreit werden. Sie stehen nicht für eine
exotische Ferne, die der europäischen Selbstrepräsentation nützlich gemacht
wurde. Sie sind vielmehr Zeugen einer geschichtlichen Entwicklung, an der
Afrikaner und Europäer aktiv beteiligt waren.
Eine historische Betrachtung Afrikas kann auch die Entwicklung im 20.
Jahrhundert bis an die Gegenwart heran nicht ausschließen. Die
zeitgenössische Kultur Afrikas oder Fragen der Migration werden im
Humboldt-Forum einen weitaus größeren Raum einnehmen, als es in Dahlem
bisher möglich war.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 Uhr - 18:00 Uhr
Montag geschlossen
Das Juniormuseum ist derzeit geschlossen.
Adresse: Arnimallee 27, D-14195 Berlin- Dahlem
"Ägyptisches
Museum und Papyrussammlung" Museumsinsel - Neues Museum
Die Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung ist ab 17. Oktober
2009 im Neuen Museum zu sehen.
Das Ägyptische Museum ist eine der ältesten Abteilungen der ehemals
königlichen Kunstsammlungen. Auf Empfehlung Alexander von Humboldts wurde
1828 eine ägyptische Abteilung unter König Friedrich Wilhelm III. gegründet.
1842-1845 reiste eine preußische Expedition nach Ägypten und erhielt von
Mohamed Ali 1500 bedeutende Objekte. 1850 erhielt das Ägyptische Museum
seinen Standort im eigens dafür erbauten Neuen Museum auf der Museumsinsel.
In den folgenden Jahren erweiterten sich die Sammlungsbestände durch
Ankäufe, Schenkungen und Grabungen. Die bedeutendste Grabung wurde von 1911
bis 1914 in Amarna durchgeführt, deren Fundstücke die Sammlung wesentlich
bereicherten.
Zu den berühmtesten Werken der weltweit bedeutendsten Sammlungen ägyptischer
Hochkultur zählen die Büste der Königin Nofretete, das Porträt der Königin
Teje und der bekannte "Berliner Grüne Kopf".
Sammlungscharakter
Die eindrucksvolle Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung
umfasst Meisterwerke der unterschiedlichen Epochen Altägyptens: Statuen,
Reliefs und Objekte der Kleinkunst sowie monumentale Werke der ägyptischen
Architektur geben Zeugnis der Zeit von 3000 v. Chr. bis in die Zeit der
Römer.
Neben der Büste der Königin Nofretete, deren Bemalung sich seit der
Amarna-Zeit ohne Restaurierung erhalten hat, sind die Porträtköpfe der
Königsfamilie und der Mitglieder des Königshofes einzigartig. Als
bedeutendstes Werk der ägyptischen Spätzeit gilt der nach seiner
Gesteinsfarbe benannte "Berliner Grüne Kopf" (500 v. Chr.).
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 10:00 Uhr - 18:00
Uhr
Donnerstag bis Samstag 10:00 Uhr - 20:00 Uhr
Sonntag 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Adresse: Bodestraße 1-3, D-10178 Berlin
Quellen: Ethnologisches Museum,
Berlin und Ägyptisches Museum, Berlin
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